Kardiologie für Hund und Katze in Meerbusch
Kurz erklärt: Herzerkrankungen bei Hund und Katze verlaufen lange ohne erkennbare Anzeichen. Häufigste Ursache beim Hund ist eine Verdickung der Mitralklappe, bei der Katze eine Verdickung der Herzmuskelwand. Beide lassen sich zuverlässig nur mit einer Herzultraschalluntersuchung erkennen und einordnen. Wird der Zeitpunkt richtig bestimmt, kann eine Behandlung den Beginn der Herzschwäche deutlich hinauszögern. In unserer Praxis in Meerbusch führt Dr. Claudia Kluge, GPCert(Cardio), die kardiologische Diagnostik und Betreuung durch.
Wann eine Herzuntersuchung sinnvoll ist
Es gibt drei typische Anlässe: ein zufällig festgestelltes Herzgeräusch, erkennbare Beschwerden oder eine Vorsorgeuntersuchung bei bekanntem Risiko.
Anzeichen, die abgeklärt werden sollten
Husten, besonders nachts oder nach dem Aufstehen
Schnellere Atmung in völliger Ruhe oder im Schlaf
Nachlassende Belastbarkeit, kürzere Spaziergänge, häufigeres Stehenbleiben
Unruhe nachts, verändertes Liegeverhalten
Kurze Ohnmachtsanfälle oder Schwächeepisoden, oft bei Aufregung
Zunehmender Bauchumfang durch Flüssigkeitsansammlung
Blasse oder bläuliche Schleimhäute
Appetitverlust und Gewichtsabnahme über Wochen
Bei Katzen zusätzlich
Katzen verbergen Herzerkrankungen besonders gut. Husten ist bei ihnen — anders als beim Hund — kein typisches Herzsymptom, sondern spricht eher für die Atemwege. Achten Sie stattdessen auf schnelle oder angestrengte Atmung in Ruhe, auf Rückzug und plötzliche Inaktivität sowie auf eine Atmung mit geöffnetem Maul, die bei Katzen immer ernst zu nehmen ist.
Die Atemfrequenz zu Hause messen
Die Atemfrequenz in Ruhe ist der aussagekräftigste Wert, den Sie selbst erheben können. Zählen Sie, wie oft sich der Brustkorb im entspannten Zustand innerhalb einer Minute hebt. Werte dauerhaft über 30 Atemzügen pro Minute sind auffällig und sollten abgeklärt werden — bei bereits bekannter Herzerkrankung ist ein Anstieg über mehrere Tage ein wichtiges Warnsignal. Wir zeigen Ihnen gern, wie Sie diesen Wert verlässlich erfassen und dokumentieren.
Mitralklappenendokardiose beim Hund
Die Mitralklappenendokardiose — fachlich myxomatöse Mitralklappenerkrankung, kurz MMVD — ist die mit Abstand häufigste erworbene Herzerkrankung des Hundes. Die Mitralklappe zwischen linken Vorhof und linker Hauptkammer verdickt sich, schließt nicht mehr vollständig, und bei jedem Herzschlag fließt Blut zurück. Dieser Rückfluss erzeugt das typische Herzgeräusch, das häufig zufällig bei einer Routineuntersuchung auffällt.
Betroffen sind vor allem kleine und mittelgroße Rassen im mittleren bis höheren Alter. Deutlich überrepräsentiert sind Cavalier King Charles Spaniel und Dackel; auch Chihuahua, Zwergpudel, Malteser und viele Mischlinge dieser Größenklasse erkranken häufig. Große Rassen können ebenfalls betroffen sein, seltener jedoch.
Entscheidend ist: Ein Herzgeräusch allein sagt nichts über den Schweregrad aus. Manche Hunde leben jahrelang beschwerdefrei damit, bei anderen hat sich das Herz bereits messbar vergrößert. Genau diese Unterscheidung leistet der Herzultraschall — und von ihr hängt ab, ob eine Behandlung sinnvoll ist.
Die Stadien verstehen
International wird die Erkrankung nach den Leitlinien des American College of Veterinary Internal Medicine in Stadien eingeteilt. Diese Einteilung entscheidet über das weitere Vorgehen:
|
Stadium |
Was es bedeutet |
Was daraus folgt |
|---|---|---|
|
A |
Rasse mit erhöhtem Risiko, aber noch keine Veränderung am Herzen |
Regelmäßige Kontrolle, keine Behandlung |
|
B1 |
Herzgeräusch vorhanden, das Herz ist noch nicht vergrößert |
Kontrolle in festgelegten Abständen, keine Behandlung |
|
B2 |
Herzgeräusch und messbare Vergrößerung von linkem Vorhof und Hauptkammer |
Behandlungsbeginn empfohlen — dieser Zeitpunkt ist entscheidend |
|
C |
Herzschwäche ist aufgetreten, etwa mit Wasser in der Lunge |
Mehrfachtherapie und engmaschige Begleitung |
|
D |
Beschwerden trotz üblicher Behandlung |
Erweiterte Therapiekonzepte, intensive Betreuung |
Der Übergang von B1 zu B2 ist der klinisch wichtigste Punkt der gesamten Erkrankung — und er lässt sich ausschließlich durch Messung feststellen, nicht durch Abhören. Eine große internationale Studie an 360 Hunden hat gezeigt, dass ein Behandlungsbeginn im Stadium B2 den Zeitraum bis zum Auftreten einer Herzschwäche im Mittel um etwa 15 Monate verlängert. Im Stadium B1 dagegen bringt eine Behandlung nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Vorteil. Deshalb ist die genaue Zuordnung so wichtig: Sie verhindert sowohl eine zu späte als auch eine unnötig frühe Behandlung.
Dilatative Kardiomyopathie beim Hund
Bei der dilatativen Kardiomyopathie erweitert sich die Herzmuskulatur und verliert an Kraft. Betroffen sind überwiegend große und sehr große Rassen wie Dobermann, Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund, Boxer und Neufundländer. Die Erkrankung verläuft über lange Zeit völlig unauffällig und kann in dieser Phase nur durch Ultraschall und Langzeit-EKG erkannt werden. Beim Dobermann ist das erste erkennbare Zeichen häufig eine Rhythmusstörung, nicht die Pumpschwäche.
Bei Rassen mit bekanntem Risiko ist eine jährliche Vorsorgeuntersuchung ab dem mittleren Lebensalter sinnvoll. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lässt sich der Verlauf beeinflussen.
Hypertrophe Kardiomyopathie bei der Katze
Bei der hypertrophen Kardiomyopathie verdickt sich die Wand der linken Herzkammer. Der Muskel wird dadurch steifer, die Kammer füllt sich schlechter, und das Blut staut sich in den Vorhof zurück. Es ist die häufigste Herzerkrankung der Katze überhaupt: Nach den ACVIM-Leitlinien sind etwa 15 Prozent aller Katzen betroffen, bei älteren Katzen liegt der Anteil in Untersuchungen bei bis zu 29 Prozent.
Die Erkrankung ist tückisch, weil viele Katzen über Jahre völlig unauffällig bleiben. Ein Herzgeräusch fehlt bei einem erheblichen Teil der betroffenen Tiere — sein Fehlen schließt eine HCM also nicht aus. Umgekehrt hat nicht jede Katze mit Herzgeräusch eine Herzerkrankung.
Zwei Komplikationen sind gefürchtet: die Herzschwäche mit Wasser in oder um die Lunge und das arterielle Blutgerinnsel, das typischerweise die Blutversorgung der Hinterbeine unterbricht und mit plötzlicher Lähmung und starken Schmerzen einhergeht. Beide sind Notfälle. Bei Katzen mit stark vergrößerter Vorkammer lässt sich das Gerinnselrisiko medikamentös senken — auch deshalb ist die frühe Einordnung wichtig.
Bei Maine Coon und Ragdoll sind Genmutationen bekannt; ein Gentest wird für Zuchttiere empfohlen. Er ersetzt allerdings keine Ultraschalluntersuchung, da ein unauffälliger Test die Erkrankung nicht ausschließt.
Weitere Erkrankungen, die wir abklären
Angeborene Herzfehler bei Welpen, etwa ein offener Ductus arteriosus oder eine Verengung im Bereich der Herzklappen
Herzrhythmusstörungen, häufig mit Langzeit-EKG erfasst
Trikuspidalklappenerkrankung und Erkrankungen des rechten Herzens
Bluthochdruck, besonders bei Katzen mit Nierenerkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion
Herzbeteiligung bei Erkrankungen anderer Organsysteme
Kreislaufbeurteilung vor geplanten Narkosen bei Risikopatienten
Ablauf einer kardiologischen Untersuchung
Ein kardiologischer Termin dauert bei uns in der Regel 45 bis 60 Minuten. Wir nehmen uns diese Zeit bewusst, weil eine Herzuntersuchung ohne Ruhe und ohne sorgfältiges Gespräch wenig aussagekräftig ist.
1. Vorgespräch
Wir erfassen, was Ihnen aufgefallen ist, seit wann, in welchen Situationen und wie sich das Verhalten verändert hat. Bringen Sie bitte Vorbefunde, aktuelle Medikamente und — falls vorhanden — Ihre Aufzeichnungen zur Atemfrequenz mit. Ein kurzes Video einer auffälligen Episode auf dem Mobiltelefon ist oft wertvoller als jede Beschreibung.
2. Klinische Untersuchung
Sorgfältige Abhörung von Herz und Lunge, Beurteilung von Puls, Schleimhäuten, Halsvenen und Atemmuster sowie Messung des Blutdrucks.
3. Herzultraschall
Das zentrale Verfahren. Das Tier liegt dabei auf einer speziellen Untersuchungsliege, an den Brustkorbseiten wird das Fell etwas ausrasiert. Eine Narkose ist im Regelfall nicht nötig, eine leichte Beruhigung nur bei sehr angespannten Patienten. Wir vermessen Klappen, Herzwände, Kammern und Vorkammern und beurteilen mit dem Farb- und Spektraldoppler die Flussrichtung und Flussgeschwindigkeit des Blutes.
4. Ergänzende Untersuchungen nach Bedarf
EKG bei Verdacht auf Rhythmusstörungen, digitales Röntgen des Brustkorbs zur Beurteilung von Lunge und Herzgröße, Blutuntersuchung einschließlich Nieren-, Elektrolyt- und Schilddrüsenwerten sowie bei bestimmten Fragestellungen kardiale Biomarker.
5. Befundbesprechung
Sie erhalten das Ergebnis direkt im Anschluss und in verständlicher Sprache: welches Stadium vorliegt, was das für Ihr Tier bedeutet, ob und womit behandelt wird und wann die nächste Kontrolle ansteht. Ihre Haustierarztpraxis erhält auf Wunsch einen schriftlichen Befundbericht.
Herzultraschall mit Farb-, Spektral- und Gewebedoppler
EKG und Langzeit-EKG
Blutdruckmessung
Laboruntersuchungen einschließlich Nieren-, Elektrolyt- und Schilddrüsenwerten
Kardiale Biomarker
Pulsoxymetrie
Point-of-Care-Ultraschall in der Akutsituation
CT und Angio-CT bei besonderen Fragestellungen
Genetische Tests bei entsprechender Rasseindikation
Nicht jedes Tier benötigt jedes Verfahren. Gute Kardiologie zeichnet sich dadurch aus, dass je nach Symptomatik, Tierart, Alter, Rasse und Risiko die passenden Untersuchungen kombiniert und die Ergebnisse gemeinsam interpretiert werden.
Behandlung und Langzeitbetreuung
Eine Herzerkrankung lässt sich in den meisten Fällen nicht heilen, aber sehr gut begleiten. Ziel ist, den Verlauf zu verlangsamen, Beschwerden zu vermeiden und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Stadium ab — deshalb steht die genaue Diagnostik am Anfang.
Zum Einsatz kommen je nach Situation Medikamente, die die Pumpkraft des Herzens unterstützen und die Gefäße entlasten, entwässernde Medikamente bei Flüssigkeitsansammlungen, Wirkstoffe zur Hemmung ungünstiger Umbauprozesse am Herzmuskel, Mittel gegen Rhythmusstörungen sowie bei entsprechendem Risiko Substanzen zur Vorbeugung von Blutgerinnseln. Die Auswahl und Dosierung stimmen wir individuell ab und passen sie im Verlauf an. Ergänzend beraten wir zu Fütterung, Gewicht, sinnvoller Belastung und zur Überwachung zu Hause. Die Kontrollintervalle richten sich nach Stadium und Verlauf: von jährlich bei stabilen Frühstadien bis zu wenigen Wochen bei fortgeschrittener Erkrankung. Wir stimmen die Betreuung eng mit Ihrer Haustierarztpraxis ab.
Vorsorge bei erhöhtem Risiko
Eine Herzuntersuchung ohne akuten Anlass ist sinnvoll bei Rassen mit bekanntem Risiko, vor geplanten Narkosen bei älteren oder vorbelasteten Tieren, bei Zuchttieren der betroffenen Rassen, bei Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion oder Nierenerkrankung sowie generell bei Katzen ab etwa acht Jahren. Der Grund ist einfach: Je früher eine Veränderung erkannt wird, desto genauer lässt sich der richtige Behandlungszeitpunkt bestimmen.
Ihre Kardiologin
Unsere kardiologische Abteilung wird von Dr. Claudia Kluge, GPCert(Cardio), geleitet. Seit 2007 arbeitet Fr. Dr. Kluge in unserer Praxis. Bereits vor ihrer Tätigkeit in unserer Praxis war sie kardiologisch tätig und verfügt über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Herzerkrankungen bei Hund und Katze. Seit 2014 ist Sie zertifizierte Kardiologin. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von Gewissenhaftigkeit, Nachhaltigkeit und dem Anspruch, jedes Tier individuell und verantwortungsvoll zu betreuen.
Termin vereinbaren
Sie möchten das Herz Ihres Tieres untersuchen lassen oder haben eine Überweisung erhalten? Rufen Sie uns an unter 02150 705732 oder schreiben Sie an kontakt@tierarzt-meerbusch.de. Wir planen kardiologische Termine bewusst großzügig, damit die Untersuchung in Ruhe ablaufen kann.
Häufige Fragen
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Ist ein Herzgeräusch beim Hund immer gefährlich?
Nein. Ein Herzgeräusch zeigt an, dass das Blut ungewöhnlich durch das Herz strömt — über den Schweregrad sagt es zunächst nichts aus. Manche Hunde leben jahrelang beschwerdefrei mit einem Geräusch, bei anderen liegt bereits eine deutliche Veränderung vor. Erst der Herzultraschall zeigt, ob und wie stark das Herz betroffen ist.
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Muss mein Tier für den Herzultraschall in Narkose?
In der Regel nicht. Die Untersuchung erfolgt am wachen Tier in bequemer Lagerung. Nur bei sehr angespannten oder abwehrenden Patienten setzen wir eine leichte Beruhigung ein. Rasiert werden muss meist nicht — in den allermeisten Fällen genügt es, das Fell an den Ankopplungsstellen etwas auszurasieren.
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Wie lange dauert die Untersuchung?
Für einen kardiologischen Ersttermin planen wir 45 bis 60 Minuten ein, einschließlich Vorgespräch, Untersuchung und ausführlicher Befundbesprechung. Kontrolltermine sind meist kürzer.
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Was kostet eine kardiologische Untersuchung?
Die Kosten hängen vom Umfang ab — also davon, welche Verfahren im Einzelfall notwendig sind. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die den gesetzlichen Rahmen vorgibt. Gerne nennen wir Ihnen vorab eine Einschätzung für die geplante Untersuchung.
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Woran erkenne ich, dass es meinem herzkranken Tier schlechter geht?
Der zuverlässigste Frühindikator ist die Atemfrequenz im Schlaf. Steigt sie über mehrere Tage an oder liegt sie dauerhaft über 30 Atemzügen pro Minute, sollten Sie uns kontaktieren. Weitere Warnzeichen sind zunehmende Unruhe nachts, nachlassender Appetit, geringere Belastbarkeit und ein wachsender Bauchumfang.
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Mein Hund hustet — ist das das Herz?
Nicht unbedingt. Husten kann von den Atemwegen oder von der Luftröhre kommen, beim vergrößerten Herzen aber auch durch Druck auf die Luftröhre oder durch Wasser in der Lunge entstehen. Beides kommt zudem häufig gemeinsam vor. Röntgenaufnahmen und Herzultraschall zeigen, welcher Anteil überwiegt — das ist entscheidend, weil sich die Behandlung deutlich unterscheidet.
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Meine Katze hustet — kann das vom Herzen kommen?
Eher nicht. Husten ist bei Katzen kein typisches Herzsymptom und spricht meist für die Atemwege, häufig für ein felines Asthma. Herzprobleme zeigen sich bei Katzen vielmehr durch schnelle oder angestrengte Atmung in Ruhe, durch Rückzug oder durch eine plötzliche Lähmung der Hinterbeine. Maulatmung bei der Katze ist immer ein Notfall.
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Warum wird bei manchen Tieren behandelt und bei anderen nicht?
Weil der Zeitpunkt entscheidend ist. Solange das Herz noch nicht vergrößert ist, bringt eine Behandlung nach derzeitigem Kenntnisstand keinen nachweisbaren Vorteil. Sobald sich eine messbare Vergrößerung zeigt, ändert sich das deutlich: Eine große kontrollierte Studie hat gezeigt, dass der Beginn einer Behandlung in dieser Phase den Zeitraum bis zum Auftreten einer Herzschwäche im Mittel um etwa 15 Monate verlängert. Genau diese Unterscheidung liefert der Herzultraschall.
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Wie oft muss mein Tier zur Kontrolle?
Das richtet sich nach Stadium und Verlauf. Bei einem Herzgeräusch ohne Vergrößerung genügt meist eine jährliche Kontrolle. Bei bereits vergrößertem Herzen oder unter laufender Behandlung sind kürzere Abstände sinnvoll — von wenigen Monaten bis zu wenigen Wochen bei fortgeschrittener Erkrankung.
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Kann eine Herzerkrankung geheilt werden?
Erworbene Herzerkrankungen wie die Mitralklappenendokardiose oder die hypertrophe Kardiomyopathie sind nicht heilbar. Sie lassen sich aber gut begleiten: Eine passende Behandlung kann den Verlauf verlangsamen, Beschwerden vermeiden und die Lebensqualität lange erhalten. Manche angeborenen Herzfehler dagegen sind durch einen Eingriff tatsächlich korrigierbar.
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Ist meine Rasse besonders gefährdet?
Für die Mitralklappenendokardiose sind vor allem Cavalier King Charles Spaniel und Dackel überrepräsentiert, daneben weitere kleine Rassen. Für die dilatative Kardiomyopathie gelten Dobermann, Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund, Boxer und Neufundländer als Risikorassen. Bei Katzen sind für Maine Coon und Ragdoll Genmutationen bekannt. Eine Zugehörigkeit zu diesen Rassen bedeutet nicht, dass Ihr Tier erkrankt — sie ist aber ein guter Grund für regelmäßige Vorsorge.
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Brauche ich eine Überweisung?
Nein, Sie können sich direkt bei uns anmelden. Wenn Ihre Haustierarztpraxis bereits Befunde erhoben hat, bringen Sie diese bitte mit — Vorbefunde und insbesondere ältere Röntgenaufnahmen sind für die Verlaufsbeurteilung sehr hilfreich. Auf Wunsch senden wir unseren Befundbericht direkt an die überweisende Praxis.
Wissenschaftliche Quellen
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Boswood A, Häggström J, Gordon SG, et al. Effect of pimobendan in dogs with preclinical myxomatous mitral valve disease and cardiomegaly: the EPIC study — a randomized clinical trial. J Vet Intern Med. 2016;30(6):1765–1779. doi:10.1111/jvim.14586
Luis Fuentes V, Abbott J, Chetboul V, et al. ACVIM consensus statement guidelines for the classification, diagnosis, and management of cardiomyopathies in cats. J Vet Intern Med. 2020;34(3):1062–1077. doi:10.1111/jvim.15745
Payne JR, Brodbelt DC, Luis Fuentes V. Cardiomyopathy prevalence in 780 apparently healthy cats in rehoming centres (the CatScan study). J Vet Cardiol. 2015;17(Suppl 1):S244–S257. doi:10.1016/j.jvc.2015.03.008




