Aspergillose

Aspergillose bei Hund unfd Katze – Pilzinfektion der Nase

Niesen, einseitiger Nasenausfluss, „Rotz“ und wiederkehrendes Nasenbluten können beim Hund Hinweise auf eine Aspergillose sein. Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion der Nasenhöhle und teilweise auch der Nasennebenhöhlen, die meist durch Schimmelpilze der Gattung Aspergillus verursacht wird. Besonders häufig ist Aspergillus fumigatus beteiligt.

Die nasale Aspergillose ist keine harmlose Erkältung. Sie kann die empfindlichen Strukturen in der Nasenhöhle angreifen, zu chronischem Ausfluss führen und in fortgeschrittenen Fällen Knochen- und Schleimhautstrukturen schädigen. Deshalb sollten Hunde mit anhaltendem, einseitigem, eitrigem oder blutigem Nasenausfluss nicht dauerhaft nur symptomatisch behandelt werden.

Typische Symptome einer Aspergillose beim Hund sind häufiges Niesen, einseitiger oder später auch beidseitiger Nasenausfluss, eitriger oder blutiger Ausfluss, Nasenbluten, Schmerzen im Bereich der Nase, Reiben der Schnauze, Berührungsempfindlichkeit im Gesicht sowie Krusten, wunde Stellen oder Pigmentverlust im Bereich der Nasenöffnungen. Manche Hunde zeigen außerdem eine eingeschränkte Nasenatmung oder ein verändertes Allgemeinbefinden.

Die Diagnose einer Aspergillose erfordert eine gezielte HNO-Diagnostik. Da ähnliche Symptome auch bei Fremdkörpern, chronischer Rhinitis, Zahnwurzelproblemen, Polypen oder Tumoren auftreten können, ist eine genaue Abklärung wichtig. Je nach Befund kommen eine gründliche klinische Untersuchung, bildgebende Diagnostik, Rhinoskopie beziehungsweise Nasenspiegelung, Probenentnahme, Zytologie, Histologie, Pilznachweis oder mikrobiologische Untersuchungen zum Einsatz.

In unserer Praxis in Meerbusch ist die HNO-Diagnostik bei Hund und Katze ein besonderer Schwerpunkt. Durch moderne Endoskopie können die Nasenhöhle und der Nasen-Rachen-Raum gezielt untersucht werden. Sichtbare Pilzbeläge, Entzündungen, Gewebeveränderungen oder Fremdkörper können so besser erkannt und eingeordnet werden.

Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß und Lokalisation der Erkrankung. Bei der nasalen Aspergillose des Hundes ist häufig eine Kombination aus endoskopischer Diagnostik, Entfernung beziehungsweise Reduktion von Pilzbelägen und gezielter lokaler antimykotischer Therapie notwendig. In manchen Fällen können zusätzliche Medikamente, wiederholte Behandlungen oder weiterführende bildgebende Untersuchungen erforderlich sein.

Bitte stellen Sie Ihren Hund zeitnah vor, wenn einseitiger Nasenausfluss länger anhält, der Ausfluss eitrig oder blutig ist, wiederholt Nasenbluten auftritt, Ihr Hund Schmerzen an der Nase zeigt oder trotz wiederholter Behandlung keine dauerhafte Besserung eintritt. Eine frühe Diagnose verbessert die Chance, die Erkrankung gezielt und nachhaltig zu behandeln.

Aspergillose bei Hund und Katze

Minimalinvasive videoassistierte Therapie der Aspergillose bei Hund und Katze

Die intranasale Aspergillose ist eine häufige und oft chronisch verlaufende Pilzerkrankung der Nasenhöhle bei Hunden – seltener auch bei Katzen. Typische Symptome sind Nasenausfluss (eitrig oder blutig), Niesen, Schmerzen im Nasenbereich und Krustenbildung. Ohne gezielte Behandlung kann die Erkrankung zu einer fortschreitenden Zerstörung der Nasenstrukturen führen.

In unserer Praxis setzen wir auf eine moderne, minimalinvasive videoassistierte Therapie, die als aktueller Goldstandard gilt.

Schonende Behandlung mit modernster Endoskopie

Mithilfe hochauflösender Videoendoskopie (Rhinoskopie) können wir die Nasenhöhle und die Stirnhöhlen direkt einsehen. Dadurch lassen sich typische Pilzbeläge (Aspergillus-Plaques) sicher erkennen und gezielt behandeln.

Der große Vorteil:

keine invasive Operation (z. B. Rhinotomie) notwendig

präzise Diagnostik und Therapie in einer Sitzung

geringere Belastung für den Patienten

Der Ablauf der Therapie

Die Behandlung erfolgt in Narkose und umfasst mehrere entscheidende Schritte:

1. Endoskopisch kontrolliertes Debridement

Unter Sicht werden die Pilzbeläge sorgfältig entfernt („Débridement“).

Dieser Schritt ist besonders wichtig, da nur so das Antimykotikum optimal wirken kann.

2. Spülung der Nasenhöhle

Die Nasenhöhlen und Nebenhöhlen werden intensiv gespült, um restliches Material zu entfernen und die Schleimhäute vorzubereiten.

3. Lokale Antimykotika-Therapie

Anschließend erfolgt die gezielte Instillation von Antimykotika (z. B. Clotrimazol oder Enilconazol) direkt in die betroffenen Bereiche.

Hohe Erfolgsraten durch gezielte Therapie

Durch die Kombination aus:

-mechanischer Entfernung der Pilzherde

-intensiver Spülung

-lokaler Antimykotika-Anwendung

werden Heilungsraten von über 90 % erreicht – oft bereits nach ein bis zwei Behandlungen.

Eine systemische (orale) Therapie ist in vielen Fällen nicht notwendig.

Vorteile der minimalinvasiven Therapie

sehr hohe Erfolgsquote

keine große Operation erforderlich

schnelle Erholung des Patienten

gezielte Behandlung auch schwer zugänglicher Bereiche (z. B. Stirnhöhle)

wiederholbar bei Bedarf

Individuelle Betreuung und Nachsorge

Nach der Behandlung begleiten wir Ihren Hund oder Ihre Katze engmaschig weiter. In vielen Fällen sind endoskopische Nachkontrollen sinnvoll, um den Therapieerfolg zu sichern und ein Wiederauftreten frühzeitig zu erkennen.

Wann sollten Sie an Aspergillose denken?

Lassen Sie eine Abklärung durchführen, wenn Ihr Tier folgende Symptome zeigt:

-chronischer oder einseitiger Nasenausfluss

-blutiger Nasenausfluss

-Krustenbildung am Nasenspiegel

-Schmerzen im Gesichtsbereich

-schlechte Reaktion auf Antibiotika

Unsere Expertise

In unserer Praxis verfügen wir über langjährige Erfahrung in der endoskopischen Diagnostik und Therapie von Nasenerkrankungen bei Hund und Katze. Die minimalinvasive Behandlung der Aspergillose gehört zu unseren spezialisierten Schwerpunkten.

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